søndag 12. februar 2017

Spaziergang auf averøy

















lørdag 4. februar 2017

Bastelei











torsdag 2. februar 2017

Sonnenaufgang



Sonnenaufgang

Sonne, purpurgeborene,
Glänzend im Glanz der Rubinenkron
Und des goldenen Mantels,
Steigest Du empor
Aus Deinem Palast von Kristall;

Vor Dir, wie Blumenmädchen am Festtag,
Tanzen die jungen Morgenlichter
Und streuen Dir Rosenblätter;
Und unter Triumphportalen,
Gewölbt aus Wolkenmarmor,
Wandelst Du siegreich
Über die leuchtende Wasserbahn,
Und wohin Du gelangst,
Entflieht die Nacht
Mit hastigem Schattenschritt,
Und, lichtgeweckt, erschließen sich freudig
Die bunten Augen der Blumen
Und die lieben Herzen der Menschen,
Und aus den grünen Domen erschallt
Befiederte Jubelmusik.

Aber, o Sonne, purpurgeborene,
Putz Dich heut noch schöner als sonst,
Putz Dich mit all Deinem besten Geschmeide,
Denn es ist heut der Geburtstag
Der schönen Tante,
Und keinen gringeren Boten
Als Dich selber, o Sonne,
Schick ich mit meinem Glückwunsch
An die schöne Tante.

Hoch geehret fühlt sich die Sonne,
Die purpurgeborene,
Sie schmückt sich hastig,
Und hastig eilt sie über das Wasser,
Eilt in die Mündung der Elbe,
Stromaufwärts, Blankenes entlang,
Und sputet sich eifrig, und kommt noch zeitig
Nach Onkels Villa zu Ottensen,
Und findet noch, frühstückversammelt,
Alldort die schöne Tante
Und den Oheim, den fürstlichen Mann,

Und die lieben Mädchen,
Und Carl, den göttlichen Jungen,
Dem die Welt gehört,
Und den vornehmherrlichen Herrmann,
Der jüngst aus Italien gekommen,
Und vieles gesehn und erfahren,
Und jetzt erzählt:
Vom alten, blauen Wunderlande,
Von Zitronenwäldern und Banditen,
Von Makaroni und Madonnen,

Von geflickten Marmorgöttern,
Und von Musik und Misere.-
Unterdessen, die Sonne, die purpurgeborene,
Auftragsgehorsam,
Strahlet ins Fenster hinein
Meinen heißesten Glückwunsch,
Meine wärmste Gratulation.

Heinrich Heine 



fredag 27. januar 2017

Ringsum



Ein kleines Blümchen
auf schlankem Grün,
so zärtlich stehts im Raum.
Ringsum beginnts zu blühn.

M.B. Hermann



Ein Vorgeschmack auf den Frühling 2017

søndag 8. januar 2017

Winterabend

Es ist so still und heimlich um mich, Die Sonn' ist unten, der Tag entwich. Wie schnell nun heran der Abend graut. Mir ist es recht, sonst ist mir's zu laut. Jetzt aber ist's ruhig, es hämmert kein Schmied, Kein Klempner, das Volk verlief und ist müd. Und selbst, daß nicht rassle der Wagen Lauf, Zog Decken der Schnee durch die Gassen auf. Wie tut mir so wohl der selige Frieden! Da sitz ich im Dunkel, ganz abgeschieden. So ganz für mich. Nur der Mondenschein Kommt leise zu mir ins Gemach herein. Brauche mich aber nicht zu genieren, Nicht zu spielen, zu conversieren, Oder mich sonst attent zu zeigen. Er kennt mich schon und läßt mich schweigen. Nimmt nur seine Arbeit, die Spindel, das Gold, Und spinnet stille, webt, und lächelt hold, Und hängt dann sein schimmerndes Schleiertuch Ringsum an Gerät und Wänden aus. Ist gar ein stiller, lieber Besuch, Macht mir gar keine Unruh im Haus. Will er bleiben, so hat er Ort, Freut's ihn nimmer, so geht er fort. Ich sitze dann stumm in Fenster gern, Und schaue hinauf in Gewölk und Stern. Denke zurück, ach weit, gar weit, In eine schöne, verschwundne Zeit. Denk an sie, an das Glück der Minne, Seufze still und sinne, und sinne.